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Im Moment ist die Seite leider noch eine Ein-Mann-Show.Ich bin Jahrgang 1981 und seit Geburt auf den Rollstuhl angewiesen. Allerdings habe ich für kurze Strecken noch eine Gehfähigkeit mit Hilfe von Vierfuß-Gehhilfen bewahrt.

Alles begann damit, dass ich 2009, nach vielen Fahrten zur Uni und zurück, zu meiner Arbeit und wieder zurück, ein Rollstuhlfahrertraining in Schönau in der Pfalz machte und bei einer kleinen Tour nach Ende des mehrtätigen Trainings in Wissembourg im Elsass hängen blieb. Dort fand ich in einem kleinen Souvenirladen ein Buch eines französischen Aquarellmalers, der in vielen Gemälden seine Reise durch das Elsass festgehalten hatte.
Dadurch angeregt, begann ich meine erste Reise „auf eigene Faust“ durch das Elsass zu planen, von der ich hier auch berichte. Meine Framilie war zunächst skeptisch: „Tut es nicht auch ein Wochenende?“ Letztlich wurden daraus zwei Wochen, in denen ich Teile einer Region bereiste, nur auf mich gestellt (und zwischendurch auch natürlich mit Hilfe einiger Menschen, die meinen Weg kreuzten).

In anderen Reisebrichten stieß ich jedoch meistens auf zwei Phänomene: Entweder berichtete der Autor von einer Gruppenreise oder das Erreichte wurde als vollständig eigene Leistung hingestellt, während die zahlreichen Helfer im Hintergrund verborgen blieben (kein Querschnittsgelähmter wird mir je erzählen können, dass er selbst einen Berg ohne Hilfe bestiegen hat).

Da so oft nicht klar wird (und das fehlte mir bisher immer bei einem Erfahrungsaustausch über das Reisen), was auch für einen nicht durchtrainierten, aber denoch weitgehend selbstständigen Rollstuhlfahrer zu leisten ist, habe ich diese kleine Seite gestartet, die, hoffentlich mit der großzügigen Hilfe anderer, in Zukunft weiter wachsen wird, indem nicht nur ich von meinen Reisen berichte, sondern auch andere reisebegeisterte Rollis ihre Erlebnisse und ihre Lust am Reisen teilen.

Der schon mehrfach auf der Seite angesprochene Luftpost-Podcast von und mit Daniel Büchele weckte in mir einen weiteren Ehrgeiz. Dort spricht Daniel, überwiegend in seinem Studio, mit seinen Gästen über mehr oder weniger exotische Reiseziele. So etwas sollte es auch für rollstuhlgerechte Reisen geben, dachte ich mir. Dabei sind es im Moment, anders als bei Daniel, kaum mehrtätige Reisen, eher Tagestouren über Orte und Städte, und in den Anfangsfolgen dieses Podcasts sind es lediglich meine eigenen Erfahrungen. Aber anders als er habe ich statt eines Twitter-Accounts einen Youtube-Kanal für diese Seite erstellt, in dem Sie die eine oder andere Tour auch im Film  nachvollziehen können, auch Veranstaltungen, die wir auf der Webseite sonst nicht unterbringen könnten.

Die Ausrüstung dafür ist recht simpel. Die Audios nehme ich in der Regel mit einem Roland R05 auf. Dabei handelt es sich um einen mobilen Audiorecorder, der mit wenig Aufwand hohe Qualität ermöglicht und mit seiner geringen Größe und vielen Anschlussmöglichkeiten in zahlreichen unterschiedlichen Situationen unauffällig eingesetzt werden kann. In seltenen Fällen benutze ich ihn auch, um den Ton meiner Videos zu verbessern.  Diese stammen seit 2012 von einer Panasonic Lumix DMC-FZ 200, die, eigentlich eine digitale Foto-Kamera ist, aber auch sehr gute HD-Videos ermöglicht. Leider sind die Eigengeräusche, vor allem des Zooms und des optischen Bildstabilisators, deutlich zu hören, daher der zusätzliche Einsatz des Audiorecorders an manchen Stellen.  Um die Schnittarbeit und die Mischung einzelner Spuren kümmern sich hier nicht näher bezeichnete Audio-und Videoprogramme aus dem Hause MAGIX, die sich manchmal etwas eigenwillig verhalten, aber für vergleichsweise wenig Geld professionelle Arbeit in einem Umfang abliefern, der bei manchen anderen Softwarefirmen leicht das Doppelte kostet,

Und nicht zu vergessen: Alle hier geschilderten Reisen wären ohne meinen VW Polo, Baujahr 2002, nicht möglich. Eine sehr kompakte und robuste Rollstuhl-Verladehilfe der Firma EDAG hilft mir zudem, ohne großen Aufwand alleine unterwegs zu sein.