Arnstadt
(verfasst 12.09.2015)

Zwanzig Kilometer südlich der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt liegt Arnstadt. Klassikliebhabern dürfte vielleicht noch bekannt sein, dass Johann Sebastian Bach dort seine erste Stelle als Organist angetreten.hat. Die Kirche heißt dementsprechend heute Johann-Sebastian-Bach-Kirche, und zu Recht ist man stolz darauf, die einzige Kirche in der ältesten Siedlung Thüringens zu sein, die das ganze Jahr über geöffnet hat. Das ist allerdings schon alles. Der kleine Altstadtkern ist zwar sehr hübsch, ohne fremde Hilfe ist allerdings nichts zu machen. Ständig geht es bergauf und bergab, abgesenkte Bordsteine sind nicht überall zu finden oder nur mit großen Umwegen, und das Pflaster ist so holprig, dass ich selbst bergab Hilfe anfordern musste. Die geplante Altadtsanierung verheißt nichts gutes. Die Musterflächen wurden auf weitestgehend ebenen Flächen angelegt, und auf manchen der Belege sind die Abstände zwischen den Steinen so groß,  dass sich im ungünstigsten Fall die kleinen Vorderräder querstellen konnten.

In die Johann-Sebastian Bach-Kirche, die übrigens seit einem Brand nach dem Dreißigjährigen Krieg aus Geldmangel keine Glocken mehr hat, kommt man im Vordereingang nur über Treppen. Es gibt einen Seiteneingang, der etwas besser zu erreichen ist. Dafür muss  man allerdings der Aufsicht in der Kirche Bescheid sagen, und selbst dann geht es wegen des Kopfsteinpflasters und der steilen Rampe nur mit fremder Hilfe hinein.